tropfen_kl.gif  Speisewasser - Vorbehandlung

Ozonbehandlung für Kühlwasser mit Ozonerzeugungsanlagen

Anlagen Konzeption

Die von WAGURIT eingesetzten Ozonerzeugungsanlagen verwenden als Einsatzgas die Umgebungsluft. Das Einsatzgas wird mittels eines in einer Bypaßleitung installierten Injektors durch die Ozonanlage gesaugt und dort mit dem zu behandelnden Kühlwasser vermischt. Der größte Teil des erzeugten Ozons löst sich im Wasser und die restlichen Luftbestandteile werden in der Kühlturmwanne wieder ausgegast. Durch die Konzeption als Vakuumanlage wird ein größtmöglicher Sicherheitsstandard erreicht. Im Störungsfalle kann bedingt durch den Unterdruck in den ozonführenden Leitungsteilen und Aggregaten kein Ozon austreten.
Die Ozonerzeugungsanlagen können mit Leistungen von 40 - 720 g Ozon/h geliefert werden. Innerhalb ihres Leistungsbereiches sind sie stufenlos regelbar. Grundlage für die Auslegung ist, daß die Temperatur der Umgebungsluft 30° C und eine relative Feuchte von 60% nicht überschreitet. Es muß eine staubfreie Aufstellung gewährleistet sein und es dürfen keine aggressiven Gase vorhanden sein. Der Aufstellungsraum der Anlage ist zu Be- und Entlüften.
Die Ozonerzeugungsanlage muß mit der Kühlwasserpumpe und dem Kühlturmlüfter elektrisch verriegelt werden. Zur Überwachung der Raumluft am Aufstellungsort der Anlage wird ein Gaswarngerät installiert. Über den Alarmausgang des Gerätes wird die Ozonerzeugungsanlage abgeschaltet, wenn die Ozonkonzentration der Raumluft den vorgegebenen Grenzwert überschreitet.

Konzeption kühlwasserseitig

Die Zugabe des Ozons erfolgt im Injektor der Ozon- Fördereinrichtung. Hierzu wird an der Kühlturmvorlaufleitung ein Teilstrom entnommen, zur Ozon- Fördereinrichtung geführt und dann wieder in die Kühlturmwanne in der Nähe der Ansaugleitung eingespeist. Das im Wasser gelöste Ozon gelangt über die Umwälzung in alle Bereiche des Kühlwasserkreislaufes und wirkt dort keimabtötend. Die restlichen Bestandteile der Einsatzluft und der Teil des nicht gelösten Ozons wird in der Kühlturmwanne ausgegast. Bezogen auf die Kühlwasserumwälzmenge wird dem Wasser 0,1 mg/l Ozon zugegeben. Aufgrund der starken Wirksamkeit des Ozons ist diese geringe Menge ausreichend, um hinsichtlich des biologischen Wachstums einen störungsfreien Betrieb des Kühlkreislaufes zu gewährleisten. Die geringe Einsatzkonzentration ermöglicht weiterhin, daß sich die Korrosivität des Kühlwassers gegenüber Buntmetallen nicht signifikant erhöht. Damit beim Betrieb der Ozonanlage hinsichtlich der Korrosivität objektive Beurteilungskriterien und eine Überwachung ermöglicht wird, wird in den Kühlwasserkreislauf eine Korrosionsmeßstrecke eingebaut. Die Meßstrecke wird mit 4 Meßcoupons in der Zusammensetzung 1 x Kupfer , 1 x Messing und 2 x Stahl ausgerüstet. Die Coupons werden nach ca. 12 Monaten ausgebaut und im Labor über den Gewichtsverlust und die Änderung der Oberfläche die Korrosionsrate in mm/a bestimmt.
Durch den Einsatz der einer Ozonanlage wird die Dosierung von Bioziden vollständig ersetzt. Die Dosierung eines Produktes aus Härtestabilisatoren und Korrosionsinhibitoren ist aber weiterhin notwendig und wichtig. Das Produkt muß für den Einsatz mit Ozon geeignet sein.