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Legionellen-Wasser-Schnelltest

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Legionellen treten im Wasser, in der Natur und in technischen Systemen in geringen Mengen auf. Bei Wassererwärmung können sie sich vermehren und die sogenannte Legionärskrankheit auslösen, die von einer leichten Form, einer grippeähnlichen Erkrankung, bis zum Tod führen kann.

Legionellen sind aerobe (sauerstoffabhängige), gramnegative Stäbchenbakterien. Es wurden bisher über 750 Stämme festgestellt, 5 % davon sind Legionella pneumophila. Sie befallen die Makrophagen in der Lunge, also jene Zellen, die eigentlich der Bakterienabwehr dienen, vermehren sich in diesen zehntausendfach, bis die Wirtszelle platzt und die neuen Infektionskeime in die Lunge entlässt.

Legionellen sind – ob in der Natur (Seen, Flüssen, Grundwasser) oder in technischen Systemen – nahezu überall in geringen Konzentrationen vorhanden. Bei erhöhten Wassertemperaturen kann es allerdings zu massiven Vermehrungszyklen kommen. Ab 1000 Legionella pneumophila im Liter Trinkwasser spricht man von einer gesundheitlichen Gefährdung, obwohl es bisher keinen Grenzwert für dieses Bakterium im Trinkwasser gibt.

Gewöhnliche Warmwasserleitungen, Whirlpools oder Klimaanlagen können daher zum Infektionsherd werden. Die Übertragung der Legionellen erfolgt durch Einatmen kontaminierter Aerosole (feinster Tröpfchen in der Luft), wie sie z. B. in Klimaanlagen, Kühltürmen, Whirlpools oder beim Duschen entstehen.

Die optimalen Lebensbedingungen für Legionellen liegen bei Temperaturen zwischen 35 und 40 °C, von 15 bis 50 °C ist mit vermehrtem Auftreten zu rechnen. Bei Temperaturen über 60 °C werden diese Bakterien abgetötet. Begünstigende Faktoren sind neben Temperatur und pH-Wert eine Stagnation des Wassers, das Vorhandensein von Sedimenten, Silikon- und Gummioberflächen in Leitungen und das Zusammenleben mit anderen Mikroorganismen, welche als Energie- und Kohlenstofflieferanten dienen.


Obwohl die Legionärskrankheit in 15 bis 20 % aller Fälle tödlich verläuft, werden präventive Maßnahmen zur frühzeitigen Ausschaltung der Legionellengefahr bisher eher selten ergriffen. Da der Nachweis von Legionellen bislang nur durch zeitaufwendige, umständliche (Transport vom Messort zum Labor) und kostspielige Labortests möglich war, wurde häufig erst dann gehandelt, wenn es schon zu spät war und erste Krankheitsfälle auftraten..

Der Legionellen-Schnelltest, der von WAGURIT angeboten wird, bietet nun die Möglichkeit, Warmwasserversorgungsanlagen, Kühlwasserkreisläufe und Luftwäscher schnell und preiswert in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Innerhalb von nur einer Stunde gibt der Test vor Ort zuverlässig Auskunft darüber, ob Legionellen nachgewiesen werden können oder nicht. Mit dem Legionellen-Schnelltest wird die Sicherheit wesentlich verbessert. Denn bei einem positiven Ergebnis können sinnvolle Gegenmaßnahmen zum Schutz der Benutzer unverzüglich durchgeführt werden.

Untersuchung auf Legionellen im Wasser 

Die Untersuchung erfolgt als Schnelltest über den Antigennachweis. Dieser Test ist eine seriöse Alternative mit vielen Vorteilen gegenüber den anderen Methoden. Er basiert auf dem Nachweis eines eiweißähnlichen Stoffes (Antigen), der aus dem Bakterium stammt und für Legionella pneumophila unverwechselbar spezifisch ist. Dieses Antigen ist in der wässrigen Lösung vorhanden, wenn Legionellen anwesend sind. Das Antigen bleibt auch erhalten, wenn keine keimfähigen Legionella Bakterien mehr vorhanden sind, wie nach einer Desinfektion. Das Vorhandensein des Antigens spiegelt also die bakterielle Situation wieder und ist nicht nur eine Momentaufnahme für den Augenblick der Probenahme. Anders als das Bakterium verteilt sich das Antigen homogen in der Wasserprobe und wird nicht durch andere Bakterien oder wachstumshemmende Faktoren gestört. Die Sensitivität liegt bei 95 Prozent und die Spezifität bei 100 Prozent. Der Test erkennt aber nur Legionella pneumophila der Serogruppe 1, die aber verantwortlich sind für mehr als 80 Prozent der Infektionen.

Das Ergebnis der Untersuchung ist „Negativ“ ( keine Legionella pneumophila der Serogruppe 1 nachweisbar ) oder „Positiv“. Bei positivem Ergebnis sind entsprechende Maßnahmen einzuleiten und danach ggf. der Schnelltest erneut durchzuführen oder ein Labortest mit einer quantitativen Bestimmung zu beauftragen.